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Leadership vs. Management, welcher CEO Typ sind Sie?

Ralph Horner

Leadership vs. Management: Welcher CEO-Typ sind Sie?



Einführung


In unserer CEO Peer Gruppe beschäftigten wir uns bei einem Arbeitsmeeting mit dem Unterschied zwischen Führung und Management, speziell bezogen auf KMUs vs. Konzernen, und der Aufgabenteilung zwischen den Visionären und der Infrastruktur (frei nach S. Sinek). Aber kann man das wirklich alles so exakt trennen für KMUs? Und wenn ja, wer übernimmt welche Rolle(n)? Und welche Qualifikationen werden dafür im Führungs- und Managementteam benötigt?



Leadership vs. Management: Welcher CEO-Typ sind Sie?


Führung und Management sind wie zwei Kreise in einem Venn-Diagramm (kennen die Älteren unter uns noch unter dem Begriff Mengenlehre und Schnittmenge ;-). Jeder erfordert einen anderen Fokus, andere Fähigkeiten und Prioritäten, wobei es in der Mitte einige Überschneidungen gibt.

Wie stark eine Führungskraft diesen Zwischenraum ausfüllen muss, hängt von der Größe und Ausrichtung des Unternehmens, den Fähigkeiten und Kompetenzen des Einzelnen und des Teams sowie vielen anderen Faktoren ab. Für den Erfolg eines CEO ist es von entscheidender Bedeutung, zu wissen, wann er führen und wann er managen muss.


Aber wie können CEOs authentisch in der Grauzone zwischen Führung und Management navigieren?

 

 

Leadership vs. Management: Was ist der Unterschied?


Wenn man die einschlägige Literatur (oder auch ChatGPT) befragt, wird Führung und Management folgendermaßen differenziert: „Führung entscheidet, wie und warum Ihr Unternehmen existiert und wo Sie es in der Zukunft haben möchten. Das Management nimmt die von der Führung entwickelte Vision, Mission und den Zweck und fragt: „Wie unterstütze ich diese Vision durch die Prozesse und Menschen unter mir, um unsere Arbeit effektiv zu erledigen und die Organisation voranzubringen?“

Die Unterschiede zwischen Führung und Management enden hier nicht.


Ein guter Anführer ist nicht immer der beste Manager und umgekehrt.

 


Was macht eine gute Führungskraft?


Führungskräfte sind oft weniger in alltägliche Aufgaben eingebunden, sie arbeiten mehr am als im Unternehmen. Sie geben einem Unternehmen die Richtung vor und sorgen dafür, dass Sinn in die Aufgaben und Systeme eingebettet wird.

Um dies effektiv und richtig zu tun, müssen Führungskräfte auf eine Weise kommunizieren, die Menschen innerhalb und außerhalb des Unternehmens inspiriert und motiviert.


„Meine Lieblingsdefinition einer guten Führungskraft ist jemand, der eine Vision hat, die so überzeugend ist, dass andere Menschen ihr folgen wollen“, schreibt Simon Sinek in seinem Buch „Start with why!“.


Eine gute Führungskraft wird klare Erwartungen formulieren, Aufgaben delegieren und den Teammitgliedern dabei helfen, die Fähigkeiten zu entwickeln, die sie benötigen, um ihr volles Potenzial auszuschöpfen. Darüber hinaus treffen Führungskräfte schwierige Entscheidungen und übernehmen mehr Verantwortung für die Gesamtleistung.

Selbstbewusste Führungskräfte, die in herausfordernden Situationen ruhig und gelassen bleiben und bereit sind, von anderen zu lernen, werden sowohl hoch respektiert als auch einflussreich sein.

 


Was macht ein guter Manager?


Management erfordert die Entwicklung, Organisation und Überwachung vorhersehbarer und wiederholbarer Systeme und Prozesse im Unternehmen.


Gute Manager planen, organisieren, und leiten Aufgaben effektiv, um gemeinsam mit ihren Mitarbeitern definierte Ziele zu erreichen.


Sie stellen sicher, dass die richtigen Dinge zur richtigen Zeit von den richtigen Leuten erledigt werden.

Wie gute Führungskräfte müssen auch gute Manager sowohl Hard- als auch Soft Skills besitzen und eine offene Kommunikation mit ihren Teams fördern. Dabei müssen Sie die anfallenden Aufgaben im Unternehmen kommunizieren und die Initiativen der Führung unterstützen.

 


Wie unterscheidet sich also Führung vom Management?


Bei Führung geht es darum, einen Weg zu schaffen, beim Management geht es darum, diesen Weg zu gehen. Führungskräfte müssen Ziele entwickeln, Veränderungen vorantreiben und Menschen befähigen, die Vision des Unternehmens Wirklichkeit werden zu lassen. Die Arbeit des Managements ist oft systematisch, da Manager in erster Linie die täglichen Aktivitäten, die Planung und die Personalkoordination übernehmen und überwachen. Oder um es mit Simon Sinek zu sagen:


„Führungskräfte müssen herausfinden, warum Sie tun, was Sie tun, warum Sie existieren und wo Sie in der Zukunft existieren“ während Manager für die Infrastruktur der Visionäre zuständig sind, also das „Wie“ und „Was“ bestimmen.


Ein guter Manager ist aufgabenorientierter als eine Führungskraft, da er Ressourcen, Prozesse und Menschen organisieren muss, während Führungskräfte sich auf die Schaffung von Zweck, Bedeutung und Ausrichtung konzentrieren.

 

 

Müssen Sie als CEO oder Eigentümer eine Führungspersönlichkeit oder ein Manager sein?


In kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) muss der CEO häufig beide Fähigkeiten beherrschen. Aus diesem Grund stehen KMU-CEOs häufiger als alle anderen Mitarbeiter in der Schnittmenge des Venn-Diagramms zwischen Führung und Management.

CEOs von KMUs sind oft die Gründer und Eigentümer und haben eine starke persönliche Bindung zur Vision, zum Erfolg und zu den Mitarbeitern des Unternehmens. Diese CEOs können Mitarbeiter auf einzigartige Weise inspirieren und motivieren, müssen aber auch Geschäftsressourcen und Abläufe verwalten.

 


Für KMUs, nur das Beste aus beiden Welten!


Die Entwicklung von Führungs- und Managementfähigkeiten sowie das Bewusstsein darüber, welche Fähigkeiten in welchem Kontext benötigt werden, tragen dazu bei, die Effektivität und Wirkung eines CEO zu maximieren.


Führungskräfte müssen andere dazu inspirieren, an die Mission, Ziele und Werte eines Unternehmens zu glauben. Ein Manager muss die Aufgaben überwachen, die erforderlich sind, um sicherzustellen, dass die Ziele erreicht werden.


CEOs von KMUs sind in der einzigartigen Position, die Qualitäten zu nutzen, die eine großartige Führungskraft und einen großartigen Manager ausmachen. Sie können Mitarbeiter motivieren und anweisen, Ziele zu erreichen, die Vision des Unternehmens zu verwirklichen und gleichzeitig glücklichere und produktivere Arbeitsplätze schaffen.

 

Hört sich das nicht alles an wie ein Traumjob?


Was meinen Sie dazu? Kommentare und Diskussionen jederzeit willkommen! Und wenn Sie auch Interesse an ähnlichen Diskussionen und einen vertraulichen Austausch unter Peers haben, schicken Sie mir einfach ein PN!

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Die Vorbereitungsfalle: Warum Ihr Gehirn Ihr schlechtester Verhandlungspartner ist Die meisten gehen schwierige Gespräche mit einer gut gemeinten, aber grundsätzlich fehlerhaften Strategie an. Wir erstellen uns sorgfältig mentale Skripte, antizipieren jeden möglichen Einwand und konstruieren ausgefeilte Erzählungen darüber, wie sich das Gespräch entwickeln wird. Das Ergebnis? Wir haben bereits einen Konflikt geschaffen, bevor das erste Wort gesprochen ist. Stellen Sie sich vor, Sie bereiten sich darauf vor, mit einem Gesellschafter über ein Leistungsproblem zu sprechen. Sie werden mit dem Schlimmsten rechnen, sind mental im Verteidigungsmodus und haben vielleicht sogar Angst um Ihren Job? Sie werden alles daran setzen, alle denkbaren Zahlen, Daten und Fakten zusammenzutragen. Aber übermäßige Vorbereitung durch zu starkes Bemühen um die Rechtfertigung der Situation, kann das Gespräch von der Diskussion strategischer Lösungen ablenken. Abgesehen davon, wird immer genau das hinterfragt, was sie gerade nicht vorbereitet haben, Murphys Law 😉! Diese negativen Annahmen werden zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung und verwandeln einen konstruktiven Dialog in ein emotionales Schlachtfeld. Was als ruhige, nachdenkliche Diskussion gedacht war, wird nun mit Negativität und Stress aufgeladen – und bevor das Gespräch überhaupt beginnt, haben Sie den Konflikt bereits vordefiniert. Psychospielchen: Der versteckte Saboteur der professionellen Kommunikation Unser Gehirn ist darauf programmiert, uns zu schützen, und geht oft von Worst-Case-Szenarien aus. Dieser Überlebensmechanismus ist zwar bei echten Bedrohungen nützlich, sabotiert aber unsere professionelle Kommunikation. Übermäßige Vorbereitung auf der Grundlage negativer Annahmen erhöht nicht nur den Stress – sie untergräbt grundsätzlich das Potenzial für einen sinnvollen Dialog. Wenn wir uns mit vorgefassten negativen Vorstellungen darüber vorbereiten, wie das Gespräch verlaufen wird, bereiten wir nicht nur unsere Worte vor, sondern auch unsere Reaktionen. Und das Schlimmste daran? Wir trainieren uns selbst, das Schlimmste zu erwarten, was oft bedeutet, dass unsere Emotionen und nicht unser logischer Verstand im Moment die Oberhand gewinnen. Starre Skripte im Geiste und vorgefertigte Argumente führen zu Problemen: Kein aktives und empathisches Zuhören Wir sind so sehr damit beschäftigt, unseren nächsten, im Voraus geplanten Schritt umzusetzen, dass wir der anderen Person keine Aufmerksamkeit mehr schenken. Signalisierte Abwehrhaltung Vorgefasste Argumente lassen uns verschlossen erscheinen, schon oftmals, bevor das Gespräch beginnt. Eingeschränkte Flexibilität Wir verteidigen unsere Position, anstatt uns auf einen adaptiven, dynamischen Austausch einzulassen. Vom Verteidigungsmodus zum Dialog Der Schlüssel zum Umgang mit schwierigen Gesprächen liegt nicht darin, die Vorbereitung zu eliminieren, sondern sie sinnvoll zu verändern. Konzentrieren Sie sich darauf, Verständnisses für die Gegenseite aufzubauen, anstatt Verteidigungsmauern zu errichten. Betrachten Sie es wie einen sportlichen Wettkampf. Wer sich nur auf´s Verteidigen konzentriert, kann maximal ein Unentschieden erreichen. Wenn ich mein Gegenüber vorab studiere, kann ich eine Strategie entwickeln, um mein Ziel zu! Einige Strategien, um Ihren Ansatz zu überdenken: Klären Sie Ihre Kernziele Definieren Sie vor dem Gespräch klar, was Sie für sich erreichen möchten. Ist es ein Vorsatz? Verständnis? Übereinstimmung? Wenn Sie Ihr Ziel kennen, werden Sie sich auf das Ergebnis konzentrieren und nicht auf einen bestimmten Weg dorthin. Seien Sie neugierig statt urteilsfreudig Bei dem Gespräch geht es darum, die Perspektive der anderen Person zu verstehen – und nicht davon auszugehen, dass Sie genau wissen, was los ist. Ersetzen Sie „Ich weiß, was los ist“ durch „Ich bin gespannt, Ihre Meinung zu hören“. Wenn Sie das Gespräch mit Empathie und Neugier angehen, können Sie die Ansichten Ihres Gegenübers besser verstehen. Sie vermeiden voreilige Schlussfolgerungen, die zu unnötigen Konflikten führen würden. Nutzen Sie externe Perspektiven Besprechen Sie Ihren Ansatz mit einer neutralen Partei – einem Coach, Mentor oder CEO-Kollegen. Diese Vertrauenspersonen werden Ihnen helfen, Ihre Annahmen und Sichtweise in Frage zu stellen und potenzielle blinde Flecken aufzudecken. Auch gibt Ihnen externes Feedback Einblicke in Perspektiven, die Sie möglicherweise übersehen haben, da Sie oftmals emotional zu sehr gefangen sind. Sie können so noch Ihre Strategie anpassen, bevor Sie das Gespräch beginnen. Entwickeln Sie einen flexiblen Rahmen Erstellen Sie statt eines starren Skripts eine einfache Gesprächsstruktur, die einen dynamischen, anpassungsfähigen Dialog ermöglicht, seien Sie offen für Umwege. Diese Flexibilität ermöglicht es Ihnen, unvorhergesehene Wendungen zu meistern und im Moment zu reagieren. Gesprächs-Makeover: Von unangenehm zu produktiv Bevor Sie in das Gespräch gehen, stellen Sie Ihr Mindset um auf Kooperation. Schwierige Gespräche sind keine Schlachten, die es zu gewinnen gilt – sie sind Gelegenheiten für gegenseitiges Verständnis und Wachstum. Indem wir unsere Vorbereitung von defensiver Strategieplanung auf neugierige Erkundung umstellen, öffnen wir die Türen für Interaktionen. Ihr Kommunikationsrettungsplan Eine CEO Peer Gruppe kann nicht nur bei der strategischen Gesprächsvorbereitung durch die jeweiligen Erfahrungen der Peers helfen. Vielmehr bietet Ihnen eine solche Gruppe eine klare Strategie für die Kommunikation, Antworten auf viele mögliche, kritische Fragen und mehr Selbstsicherheit durch Simulationen und Perspektivwechsel. Und last not least natürlich die mentale Unterstützung durch Ihre Peer-Gruppe! Denn Ihr Schicksal lässt in einer vertrauensvollen Gemeinschaft niemanden kalt.  Interessiert? Dann lassen Sie uns sprechen, damit auch Sie bei Ihrem nächsten, schwierigen Gespräch die bestmögliche Vorbereitung haben!
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