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6 Ideen um Top Talente zu finden

Ralph Horner

Im "War for Talents" ist es schwierig, Top Talente zu finden und auch an das Unternehmen zu binden. Es gibt jedoch Faktoren, die es Unternehmen deutlich einfacher macht, die richtigen Talente zu finden und einzustellen!

Die Anwerbung der besten Talente ist eine der größten Herausforderungen für Unternehmen und wird mit der wachsenden Nachfrage nach den besten Mitarbeitern immer schwieriger.

Ein Thema, das wir in unseren CEO-Gruppen immer wieder diskutieren, ist die Darstellung des Weges von angeboten Vorteilen über ein hohes Gehalt hinaus bis hin zur Erkundung verschiedener Rekrutierungsmöglichkeiten.

Auch wenn sich der Arbeitsmarkt derzeit dreht, die Talente und High Performer klopfen nicht im Stundentakt an unsere Pforte!

Früher haben Unternehmen sich immer eingeredet, dass sie gut im Rekrutieren seien, weil es mehr Leute als Jobs gab, sie verkauften quasi Eiswasser mitten in der Wüste.

Heute ist es jedoch ein Markt, in dem immer weniger hochqualifizierte Personen aktiv suchen.

Ein überdurchschnittliches Gehalt reicht da oft nicht mehr aus, unabhängig von der Frage, ob man es sich leisten will und kann. Wie also zieht man sie an?

Im Rahmen eines externen Impulsvortrags haben wir 6 wirksame Methoden erarbeitet, um die besten Talente anzuziehen

 

Unser 6 Empfehlungen:

1. Verstehen Sie die Persönlichkeit Ihres idealen Kandidaten

Ein einfacher Tipp? Lassen Sie die Stellenanzeigen nicht von ihrer Personalabteilung erstellen. Bitten Sie stattdessen die Leistungsträger in diesen Jobs, eine Stellenanzeige mit der Persönlichkeit ihres idealen Kandidaten zu definieren. Fragen Sie Ihren Leistungsträger, was er tut, was die Ergebnisse, Leistungen und Reize seines Jobs sind - das ist es, was in der Stellenanzeige stehen muss. Beschreiben Sie die Person, von der Sie hoffen, dass sie sich bewirbt, nicht den Job, den sie besetzen soll. Denken Sie immer daran, selbst wenn jemand die für die Stelle erforderlichen Fähigkeiten und Erfahrungen zu 100% hat, bedeutet das nicht, dass er in Ihrem Unternehmen, Ihrer Kultur und Ihrem Job eine hohe Leistung erbringen wird: Stichwort Cultural Fit!

 

2. Bieten Sie die richtigen Vorteile

In der heutigen Arbeitswelt ist ein konkurrenzfähiges Gehalt nur ein kosmetischer Faktor, um Talente anzuziehen. Wachstumsmöglichkeiten, spannende Herausforderungen und Problemlösung sind die wirklichen Anreize und Vorteile, die ein Unternehmen bieten kann. Oder anders ausgedrückt: Wenn die Leute aufhören zu lernen, fangen sie an zu gehen. Um es mit Richard Branson, dem Gründer der Virgin Group zu sagen: „Bilden Sie die Leute gut genug aus, damit sie gehen können, aber behandeln Sie sie gut genug, damit sie das nicht wollen.“


3. Präsentieren Sie sich als Marke

Zeigen Sie, dass Ihr Unternehmen ein Ort ist, an dem Top-Talente sein wollen. Lassen Sie Ihre erfolgreichsten Mitarbeiter Geschichten erzählen, wie sie innerhalb des Unternehmens gewachsen sind, am besten zusätzlich in einem kurzen Videos erzählt.

Fragen Sie Ihre Mitarbeiter: „Was ist eine Sache, die Sie vor Ihrem Eintritt nicht über unser Unternehmen wussten, die jetzt aber der Grund ist, warum Sie bleiben möchten?‘“ Teilen Sie dann diese Antworten in Ihren Stellenanzeigen mit. Dazu können Flexibilität, Wachstum, spannende Probleme gehören, die es zu lösen gilt – alles, was zu Ihrer Marke passt.

 

4. Probieren Sie verschiedene Rekrutierungswege aus

Wenn Sie sich nur auf traditionelle Rekrutierungsmethoden verlassen, verpassen Sie möglicherweise etwas. Vor allem Recruiting via Social Media ist heutzutage vielversprechend. Wie der Vertrieb auf bspw. LinkedIn nach potenziellen Kunden Ausschau hält, kann der Recruiter die gleiche Praxis für Talente anwenden. Sie erhalten nur die Profile, die Ihren Anforderungen entsprechen. Jetzt müssen sie diese nur noch ansprechen 😉

Weitere Ideen sind bei Absolventen: College-Partnerschaften, Berufsberater oder Jobmessen. Wenn es um Berufserfahrene auf mittlerer bis höherer Ebene geht, sind Networking, Empfehlungsprogramme, Alumni-Vereinigungen oder die Nutzung von Social Media wie LinkedIn direkten Kontaktaufnahme viel effektiver als das Posten einer Stellenanzeige.

Eine weiter Idee ist Networking! Stellen Sie sicher, dass Ihre besten Leute in Ihrem Unternehmen die Skripte und Artikel erhalten, mit dem sie ihr Netzwerk erreichen können. Bitten Sie dann Ihre 5 besten Mitarbeiter, sich mit einer Stellenanzeige mit der Bewertung 5/5 an ihr Netzwerk zu wenden. Das ist ein direkter Zugang zum passiven Talentmarkt, nicht zu den aktiven Arbeitssuchenden, die derzeit nur etwa 18 % des Marktes ausmachen.

 

5. Heben Sie sich mit Stellenanzeigen von der Konkurrenz ab

Ich verwende gerne eine Analogie zum Angeln. Selbst wenn Sie an einen See gehen, von dem Sie wissen, dass dort Ihre Fische sind, aber nicht den richtigen Köder mitbringen, werden Sie nicht sehr viele dieser Fische fangen.

Stellenanzeigen müssen sich darauf konzentrieren, was für den Bewerber dabei herausspringt. What´s in it for me? Vermarkten Sie Ihr Stellenangebot so, wie Sie Ihre Produkte oder Dienstleistungen verkaufen. Mit anderen Worten, stellen Sie sich auf die aktuelle Unzufriedenheit der Person ein. Denn ohne Unzufriedenheit, kein offenes Ohr für einen Jobwechsel!

 

6. Fördern Sie aktiv Vielfalt und Inklusion

In der heutigen Zeit ist es entscheidend zu zeigen, dass Sie sich für Vielfalt und Inklusion einsetzen.

 Fast 80 % der Teilnehmer einer Umfrage von CNBC und SurveyMonkey aus dem Jahr 2021 gaben an, dass sie für ein Unternehmen arbeiten möchten, das Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion schätzt.

Aber was genau bedeutet das? Es beginnt damit, Vielfalt innerhalb der Organisation zu definieren, und dann während des Einstellungsprozesses proaktiv nach Vielfalt zu suchen. Wenn Sie bspw. mehr weibliche Ingenieure einstellen wollen, dann lassen Sie eine Ingenieurin die Stellenanzeige schreiben und sie auch die erste Person sein, die mit Ihren Bewerberinnen spricht. Das wird der Wendepunkt.

Wenn Sie die oben genannten Methoden anwenden, haben Sie eine bessere Chance, talentierte Bewerber anzuziehen, selbst auf dem heutigen schwierigen Markt.

Im Moment dreht der Arbeitsmarkt, v.a. im Bereich der qualifizierten Mitarbeiter. Es gibt da draußen viele wirklich gute Talente, die Sie vielleicht mit einer Stellenanzeige erreichen könnten – aber wenn Ihnen die Top Talente für Ihr Unternehmen am Herzen liegen, ist eine Stellenanzeige einfach nicht genug.


Erstellt am 8. Juni 2024

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„Der Fisch stinkt vom Kopf her.“ Es ist eine Metapher für den Einfluss, den eine Führungskraft auf die Organisation ausübt. Sie macht deutlich, dass Emotionen ansteckend sind und dass der Erfolg einer Führungskraft davon abhängt, inwieweit es gelingt, die eigenen Gefühle und die anderer zu erkennen, die Auslöser dieser Gefühle zu verstehen und sie positiv im Sinne des Unternehmens und der Strategie zu verändern.
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Die Vorbereitungsfalle: Warum Ihr Gehirn Ihr schlechtester Verhandlungspartner ist Die meisten gehen schwierige Gespräche mit einer gut gemeinten, aber grundsätzlich fehlerhaften Strategie an. Wir erstellen uns sorgfältig mentale Skripte, antizipieren jeden möglichen Einwand und konstruieren ausgefeilte Erzählungen darüber, wie sich das Gespräch entwickeln wird. Das Ergebnis? Wir haben bereits einen Konflikt geschaffen, bevor das erste Wort gesprochen ist. Stellen Sie sich vor, Sie bereiten sich darauf vor, mit einem Gesellschafter über ein Leistungsproblem zu sprechen. Sie werden mit dem Schlimmsten rechnen, sind mental im Verteidigungsmodus und haben vielleicht sogar Angst um Ihren Job? Sie werden alles daran setzen, alle denkbaren Zahlen, Daten und Fakten zusammenzutragen. Aber übermäßige Vorbereitung durch zu starkes Bemühen um die Rechtfertigung der Situation, kann das Gespräch von der Diskussion strategischer Lösungen ablenken. Abgesehen davon, wird immer genau das hinterfragt, was sie gerade nicht vorbereitet haben, Murphys Law 😉! Diese negativen Annahmen werden zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung und verwandeln einen konstruktiven Dialog in ein emotionales Schlachtfeld. Was als ruhige, nachdenkliche Diskussion gedacht war, wird nun mit Negativität und Stress aufgeladen – und bevor das Gespräch überhaupt beginnt, haben Sie den Konflikt bereits vordefiniert. Psychospielchen: Der versteckte Saboteur der professionellen Kommunikation Unser Gehirn ist darauf programmiert, uns zu schützen, und geht oft von Worst-Case-Szenarien aus. Dieser Überlebensmechanismus ist zwar bei echten Bedrohungen nützlich, sabotiert aber unsere professionelle Kommunikation. Übermäßige Vorbereitung auf der Grundlage negativer Annahmen erhöht nicht nur den Stress – sie untergräbt grundsätzlich das Potenzial für einen sinnvollen Dialog. Wenn wir uns mit vorgefassten negativen Vorstellungen darüber vorbereiten, wie das Gespräch verlaufen wird, bereiten wir nicht nur unsere Worte vor, sondern auch unsere Reaktionen. Und das Schlimmste daran? Wir trainieren uns selbst, das Schlimmste zu erwarten, was oft bedeutet, dass unsere Emotionen und nicht unser logischer Verstand im Moment die Oberhand gewinnen. Starre Skripte im Geiste und vorgefertigte Argumente führen zu Problemen: Kein aktives und empathisches Zuhören Wir sind so sehr damit beschäftigt, unseren nächsten, im Voraus geplanten Schritt umzusetzen, dass wir der anderen Person keine Aufmerksamkeit mehr schenken. Signalisierte Abwehrhaltung Vorgefasste Argumente lassen uns verschlossen erscheinen, schon oftmals, bevor das Gespräch beginnt. Eingeschränkte Flexibilität Wir verteidigen unsere Position, anstatt uns auf einen adaptiven, dynamischen Austausch einzulassen. Vom Verteidigungsmodus zum Dialog Der Schlüssel zum Umgang mit schwierigen Gesprächen liegt nicht darin, die Vorbereitung zu eliminieren, sondern sie sinnvoll zu verändern. Konzentrieren Sie sich darauf, Verständnisses für die Gegenseite aufzubauen, anstatt Verteidigungsmauern zu errichten. Betrachten Sie es wie einen sportlichen Wettkampf. Wer sich nur auf´s Verteidigen konzentriert, kann maximal ein Unentschieden erreichen. Wenn ich mein Gegenüber vorab studiere, kann ich eine Strategie entwickeln, um mein Ziel zu! Einige Strategien, um Ihren Ansatz zu überdenken: Klären Sie Ihre Kernziele Definieren Sie vor dem Gespräch klar, was Sie für sich erreichen möchten. Ist es ein Vorsatz? Verständnis? Übereinstimmung? Wenn Sie Ihr Ziel kennen, werden Sie sich auf das Ergebnis konzentrieren und nicht auf einen bestimmten Weg dorthin. Seien Sie neugierig statt urteilsfreudig Bei dem Gespräch geht es darum, die Perspektive der anderen Person zu verstehen – und nicht davon auszugehen, dass Sie genau wissen, was los ist. Ersetzen Sie „Ich weiß, was los ist“ durch „Ich bin gespannt, Ihre Meinung zu hören“. Wenn Sie das Gespräch mit Empathie und Neugier angehen, können Sie die Ansichten Ihres Gegenübers besser verstehen. Sie vermeiden voreilige Schlussfolgerungen, die zu unnötigen Konflikten führen würden. Nutzen Sie externe Perspektiven Besprechen Sie Ihren Ansatz mit einer neutralen Partei – einem Coach, Mentor oder CEO-Kollegen. Diese Vertrauenspersonen werden Ihnen helfen, Ihre Annahmen und Sichtweise in Frage zu stellen und potenzielle blinde Flecken aufzudecken. Auch gibt Ihnen externes Feedback Einblicke in Perspektiven, die Sie möglicherweise übersehen haben, da Sie oftmals emotional zu sehr gefangen sind. Sie können so noch Ihre Strategie anpassen, bevor Sie das Gespräch beginnen. Entwickeln Sie einen flexiblen Rahmen Erstellen Sie statt eines starren Skripts eine einfache Gesprächsstruktur, die einen dynamischen, anpassungsfähigen Dialog ermöglicht, seien Sie offen für Umwege. Diese Flexibilität ermöglicht es Ihnen, unvorhergesehene Wendungen zu meistern und im Moment zu reagieren. Gesprächs-Makeover: Von unangenehm zu produktiv Bevor Sie in das Gespräch gehen, stellen Sie Ihr Mindset um auf Kooperation. Schwierige Gespräche sind keine Schlachten, die es zu gewinnen gilt – sie sind Gelegenheiten für gegenseitiges Verständnis und Wachstum. Indem wir unsere Vorbereitung von defensiver Strategieplanung auf neugierige Erkundung umstellen, öffnen wir die Türen für Interaktionen. Ihr Kommunikationsrettungsplan Eine CEO Peer Gruppe kann nicht nur bei der strategischen Gesprächsvorbereitung durch die jeweiligen Erfahrungen der Peers helfen. Vielmehr bietet Ihnen eine solche Gruppe eine klare Strategie für die Kommunikation, Antworten auf viele mögliche, kritische Fragen und mehr Selbstsicherheit durch Simulationen und Perspektivwechsel. Und last not least natürlich die mentale Unterstützung durch Ihre Peer-Gruppe! Denn Ihr Schicksal lässt in einer vertrauensvollen Gemeinschaft niemanden kalt.  Interessiert? Dann lassen Sie uns sprechen, damit auch Sie bei Ihrem nächsten, schwierigen Gespräch die bestmögliche Vorbereitung haben!
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